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Lernen

Die Aufmerksamkeitsfalle · Lektion 8/10

Algorithmen lernen, was dich hält

Warum der Feed irgendwann wirkt, als wüsste er genau, was deine Aufmerksamkeit bindet.

Ein Smartphone-Feed verwandelt sich in leuchtende Pfade und Datenpunkte.

Am Anfang wirkt der Feed zufällig. Dann fühlt er sich immer persönlicher an.

Du bleibst bei einem Video stehen.

Du überspringst ein anderes.

Du schaust ein Thema länger.

Du öffnest Kommentare.

Du teilst etwas.

Du siehst etwas noch einmal.

Jede Handlung kann dem System etwas zeigen. Nicht unbedingt, wer du als ganzer Mensch bist - aber was dich jetzt gerade hält.

Deine Neugier.

Deine Langeweile.

Deine Sorgen.

Deinen Humor.

Deine „nur noch eins“-Themen.

Der Algorithmus muss dein Leben nicht verstehen.

Er muss nur vorhersagen, was deinen Daumen noch ein wenig weiterbewegt.

Selbstcheck

Wenn dein Feed zu passend wirkt, frag: Was habe ich ihm durch Bleiben beigebracht?

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Warum Willenskraft scheitert: Aufhören ist Arbeit, wenn Weitermachen reibungslos ist.